Weltenstill. (2018)
Öl auf Leinwand. (100 x 80 cm) _

Ein sonniger Morgen in der Karibik, Barbados. Gut gelaunt stelle ich meine leere Kaffeetasse zurück in die Küche und gehe hinunter an den Strand.

Ich bin schon ein paar Meter ins Meer gefröstelt, will gerade schwimmen, als ein Einheimischer von weit weg, wild gestikulierend auf mich zukommt und mir lautstark zu verstehen gibt, dass ich sofort aus dem Wasser kommen sollte.

„Warum?“ rufe ich. „Weil es heute früh wieder eine giftige Strömung gibt! Da!“ schreit er zurück und zeigt auf den trüben Strom aus giftigen Abwässern der nahen Umgebung.

Und ich stehe mittendrin.

Zudem kleben Plastikreste an meiner Wade, die zusammen mit meinen jetzt schnellen Füßen zurück ans Land hüpfen.

Im Nachhinein hat mich seine Wortwahl „wieder“ am meisten beunruhigt.

Der Mensch ist die einzige Spezies auf der Erde, die nicht in einer Balance mit der Natur leben will. Wir hinterlassen Spuren, nehmen uns was wir brauchen, ohne an die Konsequenzen zu denken.

Wenn wir es genau nehmen, hat die Natur nicht einmal vorgesehen, dass wir über das Meer reisen. Was bitte schön haben unsere Fußabdrücke dann im Meer zu suchen?

Die Menschheit lebt nach dem Prinzip, was wir nicht sehen oder spüren… .

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